Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW (LPE NRW)

Kurzdarstellung

Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Nordrhein-Westfalen ist der Zusammenschluss von über 450 Menschen, die Psychiatrie-Patient/inn/en sind oder waren.

Er besteht seit Herbst 1995.

Es gibt über 50 Selbsthilfegruppen, die zu uns gehören.

Soweit es in unseren Kräften steht unterstützen wir Psychiatrie-Erfahrene vor Ort bei der Gründung neuer Selbsthilfegruppen und begleiten sie in der Gründungsphase.
Wir veranstalten seit Mai 2000 alle halbe Jahre einen landesweiten Selbsthilfetag, der in der für NRW zentralen Städte Bochum und Köln stattfindet. In der Regel gibt es einen Vortrag mit Diskussion sowie sechs bis acht Arbeitsgruppen. Das Thema des für 2016 geplanten Selbsthilfetages wird am 19.3.2016 sein:

Leben und Arbeiten trotz Psychiatrie!
Themen der vergangenen Selbsthilfetage waren z.B.

  • "Leben und Krisen meistern"
  • "Weg mit dem Stempel!"
  • "Psychiatrie-Erfahrene schaffen eigene Strukturen"
  • "Worüber man nicht spricht – Die sogenannte psychische Erkrankung"
  • "Was ist Selbsthilfe?"
  • " Das legalisierte Unrecht – und unser Widerstand"      und viele andere


Es gelang uns durchzusetzen, dass die Besuchskommissionen Psychiatrie-Erfahrene als Mitglieder akzeptieren.

Jedes Jahr am 2. Oktober gedenken wir der Psychiatrie-Toten. Das sind die von uns, die entweder direkt durch die „Medikamenten“wirkung oder indirekt (d.h. sie töten sich, weil Ihnen die Psychiatrie jede Hoffnung nimmt) durch psychiatrische Einwirkung zu Tode kommen.

Einige Fakten zur Psychiatrie

Jeder 400. Neuroleptika - Konsument wird durch die “Medikamente” getötet. Wer im Alter von 20 Jahren mit dem Dauerkonsum beginnt, verliert im Durchschnitt 20 Jahre Lebenserwartung.

Von 504 784 in der BRD behandelten Psychiatriepatient/inn/en kamen 1996 bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 36,5 Tagen 3 125 zu Tode. Hierin sind 76 724 Suchtpatient/inn/en mit 47 Todesfällen enthalten. Das sind von jedem/r  nach-zulesende Zahlen des statistischen Jahrbuchs 1998.